Einfachheit

Let´s talk about: Besitz

Besitz

Hach – irgendwie lag in den vergangenen Tagen schon ein wenig Frühling in der Luft. Habt ihr es auch gerochen?
Und wie immer um diese Zeit packt mich langsam wieder das Bedürfnis, die komplette Wohnung auszumisten.
 
Weil ich das zeitlich aber nicht auf die Reihe bekomme, fange ich in den Ecken an, die das Ausmisten am nötigsten haben.
 
Dieses Jahr ist es besonders stark: das Gefühl, meinen Krempel zu reduzieren, Unnötiges loszuwerden und nochmal Ordnung zu schaffen. Da wird geräumt, geputzt und alles auf den Kopf gestellt.
 

Denn ich habe ein Ziel:

Die vergangenen Wochen habe ich mich intensiv mit der Tiny House Bewegung auseinander gesetzt.

Mich hat besonders beeindruckt, dass die Bewohner dieser Häuser jeden Gegenstand ihres Besitzes kennen und wissen, wo sein Platz ist.
Und obwohl ich immer daran arbeite, meinen Besitz zu optimieren, kann ich das nicht von mir behaupten: es gibt immer wieder Ecken und Fächer in der Wohnung, in denen sich über die Zeit Dinge ansammeln, deren Existenz ich schon wieder vergessen habe und die ich nie verwende.
 
Aber die Vorstellung behagt mir – es würde mir gefallen, nur Dinge zu besitzen, von denen ich weiß, dass ich sie wirklich brauche oder liebe.
 
Und so packe ich sie an, Schublade um Schublade, Raum um Raum.
 

Aber ich beobachte noch etwas anderes bei mir: ich kaufe mir zur Zeit gerne gute auswählte Dinge.

 
Ich entdecke gerade besonders viele Sachen, die perfekt in mein Leben passen und dieses bereichern oder erleichtern.
Dabei lass ich mich inspirieren, bin neugierig und vertraue Empfehlungen.
 

Es ist also nicht wirklich nur eine Zeit der Reduktion und des Minimalismus sondern auch der Anschaffungen.

Dinge von denen ich glaube, dass sie mir tatsächlich nützlich sind, werden zur Zeit einfach gekauft.
Gerne in guter Qualität.
Dafür bin ich bereit, Geld auszugeben.
 
Ich sehe das so: wir verändern uns. Durch die Erfahrungen, die wir machen, Dinge, die wir lernen, passen sich sich unsere Bedürfnisse, Standpunkte und Ansichten an.
 
Was vor einem Jahr noch wichtig war, scheint bei genauer Betrachtung nicht mehr zu uns zu passen.
Was uns noch vor ein paar Monaten gefallen hat, ist uns heute nicht mehr wichtig.
 
Das ist ganz normal und bereitet mir keine Kopfschmerzen.
Zum einen bedeutet es ja nicht, dass ich die Dinge einfach wegwerfe. Ich bringe die meisten Sachen in einen Umsonstladen und hoffe, dass sich jemand darüber freut.
Zum anderen versuche ich, nur Dinge anzuschaffen, die möglichst zeitlos sind, eine gute Qualität haben und mich lange begleiten können.
 
Ich vermeide Spontankäufe und wäge Anschaffungen tatsächlich ab.
 

Für mich braucht es von Zeit zu Zeit diese Anpassung. An das Leben – jetzt.

 
Ich optimiere meinen Besitz.
Aus diesem Grund gehört Ausmisten bei mir zu einem regelmäßigen Ritual. Am liebsten am Anfang eines Jahres.
 

Um Besitz loszuwerden, der einfach nicht mehr zu mir passt. Aber eben auch, um Platz für neue, inspirierende Dinge zu schaffen.

 
Ich liebe es, wenn es in den Schränken übersichtlich wird – und ich mag es, wenn ich weiß, was zu mir gehört und was nicht.

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2 Comments

  • Reply
    Birgit Geistbeck
    9. Februar 2017 at 14:48

    Ein wunderbarer Gedanke, zu wissen, was man besitzt und wo sich jeder Gegenstand befindet.

    Danke für die Inspiration, Birgit

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      9. Februar 2017 at 17:55

      Sehr gerne, liebe Birgit! Sabine

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