Morgenroutine

Früh aufstehen. 10 Tipps, wie es dir gelingt.

In meinem Artikel über die Morgenroutine habe ich beschrieben, warum es so wichtig ist, morgens etwas Zeit einzuplanen.
 
Wie du deinen Morgen lebst, bestimmt grundlegend über den weiteren Verlauf des Tages.
 

Du kommst aber nur schwer aus dem Bett?
 
Früh aufstehen ist für dich ein Horror?

 
Eine viertel Stunde mehr am Morgen wirkt Wunder.
 
 
Du schaffst das – Schritt für Schritt.
 
Wenn du erstmal die Zeit am Morgen genossen hast, willst du nicht mehr darauf verzichten. Versprochen.
 
Der Anfang ist ein wenig Disziplin und es geht darum, alte Gewohnheiten zu verändern, Denkmuster zu hinterfragen.
 
Am Wochenende habe ich bei einem Freund übernachtet, der aus dem Bett – direkt in die Dusche – in die Klamotten – in die U-Bahn springt.
Er wirkt schon morgens total gestresst.
 
Aber er ist davon überzeugt, dass er nicht früher aufstehen kann, jede Minute Schlaf braucht.
 
Aber: eine viertel Stunde Ruhe am Morgen ist mehr wert als eine viertel Stunde Schlaf.
Und: man kann ja auch ein paar Minuten früher ins Bett gehen, oder?
Den Fernseher einfach mal ausschalten.
 
Viele von uns haben ein festgelegtes Bild im Kopf:
Ich bin kein Morgenmensch, ich stehe nicht gerne auf, ich muss so lange wie möglich schlafen.
 
Und wenn das Bild gar nicht stimmt?
 
Ich war früher ein absoluter Langschläfer. Heute liebe ich es, vor allen wach zu sein und schon morgens Zeit und Stille zu genießen.
Für mich das der totale Luxus, auf den ich nicht mehr verzichten will.
 
So viel zum Thema Eigenbild.
 

Wir können unsere Gewohnheiten ändern und früh aufstehen.

 
Schritt für Schritt.
 
 
Heute schreibe ich darüber, wie du dir mehr Zeit am Morgen verschaffst.
 
Und das mit Freude.
 
1. Du willst früh aufstehen? Tu es schrittweise.
Beginne mit 10 bis 15 Minuten.
Wenn du von heute auf morgen eine Stunde früher aufstehst, leidest du tagsüber an Schlafmangel und kommst dann gar nicht mehr aus dem Bett.
 
Wenn dein Wecker dich also bislang um 8 Uhr weckt, klingelt er ab morgen 15 Minuten früher.
Stehe dann sofort auf.
 
 
2. Bleibe eine Weile dabei.
Schlafgewohnheiten zu ändern ist nicht ganz einfach – habe also Geduld.
Mach keine zu großen Schritte, sondern ziehe die neue Gewohnheit für eine Weile konsequent durch.
Gehe erst den nächsten Schritt, wenn du dich an die neue Zeit gewöhnt hast.
 
 
3. Mach etwas Wunderbares während der neu gewonnenen Zeit.
Pack nicht zu viel hinein.
Kombiniere deine neue Gewohnheit nicht sofort mit einem Sportprogramm, für das du dich erneut motivieren musst.
Sondern lerne die gewonnene Zeit zu schätzen.
Sie gehört dir allein.
 
Du kannst dir am Abend vorher schon überlegen, wie du die Zeit nutzen wirst.
Vielleicht hast du jetzt die Möglichkeit, auf dem Weg zur Arbeit noch einen Cappuccino zu trinken.
Oder du gönnst dir den kleinen Umweg über den Park, den du sonst aus Zeitmangel links liegen lassen musst.
Genieße deine gewonnene Zeit. Belohne dich für das frühe Aufstehen.
 
 
4. Nach zwei Wochen stellst du deinen Wecker nochmals 15 Minuten früher.
Bleibe wieder eine Weile dabei.
 
 
5. Wiederhole dieses Vorgehen so lange, bis du die – für dich – perfekte Zeit gefunden hast.
 
 
6. Gehe ins Bett, wenn du müde bist.
Wenn du um 6 Uhr aufstehst, ist es kein Wunder, dass du abends gegen halb elf schlapp wirst.
Ist es wirklich wichtig, den Film zu Ende zu schauen? Beobachte, wie viel Schlaf du brauchst. Die meisten von uns benötigen etwa 7-8 Stunden.
 
 
7. Wenn du Probleme hast, früher ins Bett zu gehen, denke daran: auch das ist eine Gewohnheit, die man Schritt für Schritt ändern kann.
Kreiere ein Ritual am Abend, einen Ablauf, den du täglich wiederholst.
 
 
8. Wenn du es gewohnt bist, den Wecker mehrmals auszustellen – eine Gewohnheit, die dich zermürbt – stelle den Wecker auf die andere Seite des Raumes, damit du aufspringen musst, um ihn auszustellen.
Du wirst sehen – nach einer Weile ist das nicht mehr notwendig. Aber gewöhne dir ab, das Aufstehen immer wieder zu verzögern.
 
 
9. Meditiere.
Ich stehe tatsächlich auf, weil ich mich auf diese Ruhe freue.
Weil ich auf diese Zeit am Morgen nicht mehr verzichten will.
 
Und ich habe das Gefühl, dass ich besser schlafe, seit ich diese Routine eingeführt habe.
Und deshalb auch besser aufwache und aufstehen kann.
 
 
10. Finde Schritt für Schritt den für dich passenden morgendlichen Ablauf.
Je mehr Zeit du hast, desto mehr Elemente kannst du integrieren.
 
In der Spalte rechts von diesem Artikel kannst du deine persönliche Morgenroutine zusammenstellen.
 
 

Du solltest jetzt gerüstet sein – für mehr Zen am Morgen.

 
Lass dich motivieren, experimentiere und probiere neue Gewohnheiten aus.
 
Du wirst schnell merken, was dir guttut und was nicht.
 
SCHENKE DEINEM LEBEN MEHR ZEN!!
 
 
#Lesetipp: Deine perfekte Morgenroutine
 
 
Hast du noch mehr Tipps für das frühe Aufstehen? Rein in die Kommentare damit!

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2 Comments

  • Reply
    Die Kuh vom Eis
    14. Mai 2015 at 13:05

    Liebe Sabine,

    vielen Dank für deine Erfahrungen, die du hier mit uns teilst und dafür, dass du uns LeserInnen darauf aufmerksam machen willst, was dir geholfen hat.

    Ich teile dir und euch gerne meine jüngsten Erfahrungen aus meiner aktuellen Beobachtung der Teilnahme an einer ganztägigen Weiterbildung mit. Jeder der Teilnehmer kommt grundsätzlich zu spät. Jeder von ihnen kommt völlig abgehetzt und ohne freundliches Gesicht zur Türe herein. Jedem knurrt der Magen und so beginnt die soeben abgeebbte Unruhe von neuem.

    Es wird aufgestanden, nebenan ein Coffee to go geholt und natürlich noch eine leckere Quarktasche dazu. Das unvermeidbare Rascheln der Tüten während des Kurses und ein genussvoller Löffel vom Plastikbecher-Müsli scheint nur mir fremd und unangebracht vorzukommen… Es scheint in unserer Welt einfach schon so „normal“ geworden zu sein, dass jenes beschriebene Verhalten zum täglichen „business as usual“ geworden ist.

    Das zeitgerechte Aufstehen könnte hier also nicht nur der einzelnen Person mehr Entspannung und Frische für den Tag schenken, sondern auch jenen, die dies bereits für sich praktizieren ermöglichen, dass die konzentrierte Ruhe und Aufmerksamkeit für das aktuelle JETZT gefunden werden kann.

    Wie wert-voll das frühe Aufstehen sein kann, lernte ich erst, als ich nicht mehr täglich morgens ins Büro hetzte, wie all die Jahre zuvor. Damals gab es nie Frühstück für mich, nie kurzes Innehalten oder einfach nur den Austausch mit dem Partner am Küchentisch. Gerade weil ich es früher nie für mich in Erwägung zog, erkenne ich mich natürlich in den aktuellen Verhaltensweisen der Weiterbildungskollegen wieder. Auch damals gab es schon hier und da einen gutgemeinten Hinweis an mich, doch wirklich anders gemacht habe ich es erst, als ich durch einen Burnout eben nicht mehr täglich aus dem Bett direkt unter die Dusche und direkt ins Büro hetzte. Eine der wesentlichen Dinge, die mich damals zurückwarfen hatten eben genau mit der Unaufmerksamkeit gegenüber meiner individuellen Ruhebedürfnisse zu tun. Und eines wurde auch deutlich: Die Selbstführsorge übernimmt nur einer in deinem Leben – du.

    Heute schätze ich die Zeit am Frühstückstisch, das Meditieren oder das aufmerksame Lauschen einer Radioreportage. Ich steige schon viel eher in die öffentlichen Verkehrsmittel ein als ich müsste, bin also auf dem Weg zum Ziel viel aufmerksamer und kann es mir leisten den „Umweg“ über den Park zu nehmen. So genieße ich die frei gewordene Zeit als echte Lebenszeit. Auch ich kann es also jedem nur empfehlen vom Leben, in dem man sich leben lässt, wieder in den Modus des selbst Gestaltens zu kommen.

    Viele Grüße,

    die Kuh vom Eis

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      17. Mai 2015 at 19:14

      Liebe Kuh vom Eis,
      danke dass du hier deine Erfahrungen teilst und den Artikel um einen weiteren Aspekt bereicherst.
      Nämlich den Blick von aussen.
      Wenn wir gestresst und unter Zeitdruck auf andere treffen und nicht merken, dass wir auch deren Morgen mit unserer Unruhe beeinflussen.
      Wunderbar, dass du das frühere Aufstehen für dich entdeckt hast!
      Lieben Gruß, Sabine

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