Selbstentwicklung

Wie du deine Komfortzone verlässt

Wenn ich meine Komfortzone nicht verlassen hätte, wäre ich jetzt nicht hier. Punkt.
 
Investiere 3 Minuten und lies, warum es bereichernd ist, sich auf ungewohntes Terrain zu begeben.
 
Hätte ich Angst vor Unannehmlichkeiten gehabt, wäre ich nicht nach Bali geflogen.
Ich würde nicht diese traumhaften Früchte zum Frühstück essen und könnte diesen Blogpost wohl kaum mit Blick auf die Reisfelder schreiben.
 
So einfach ist das.
 
Und trotzdem. Noch im Flugzeug – eingequetscht zwischen zwei äußerst voluminösen Menschen – habe ich mich gefragt, warum in alles in der Welt ich diesen Entschluss gefasst habe.
Tief im Innern wusste ich natürlich, dass diese Entscheidung großartig und völlig nach meinem Geschmack ist.
 
Aber wer seine Komfortzone verlässt, geht nun mal ein Risiko ein – und sei es nur für 10 Stunden dazusitzen, ohne sich wirklich bewegen zu können.
 
 

Warum es so wichtig ist, seine Komfortzone zu verlassen.

 
Wir bewegen uns in einem Umfeld, das sich gut anfühlt. Wir haben es uns so eingerichtet.
Wir treffen, die Menschen, die zu uns passen – bewegen uns in einem Umfeld, das wir kennen.
Wir halten uns an Regeln, die nicht einmal wir selbst aufgestellt haben.
 
Außerhalb dieser Komfortzone wird es ungemütlich für uns.
Es ist ungewohnt, macht uns nervös.
 
Hast du Probleme, fremde Menschen um Hilfe zu bitten?
Oder scheust du dich, alleine in eine gutes Restaurant zu gehen?
Umarmst du deine Freunde, wenn dir danach ist?
 
 
Jeder definiert seine Komfortzone anders, es ist eine sehr persönliche Sache.
Sie zu verlassen, bedeutet aber für alle von uns: ein Risiko einzugehen.
 
Und das machen wir ungern, oder?
 
 
Wir haben Angst davor, es könnte unbequem werden.
Wir fürchten uns nicht vor Schmerzen oder drastischen Folgen – wir wollen einfach nicht, dass es unangenehm wird.
 
So könnte sich auch mein Aufenthalt in Bali anders entwickeln als gedacht.
Es könnte sein, dass ich keine sympathischen Menschen treffe, das Internet doch nicht funktioniert oder die Unterkunft schrecklich ist.
 
Es könnte durchaus auch unangenehme Momente geben.
 
Es macht also keinen Spaß, seine Komfortzone zu verlassen – wieso sollten wir es dann tun?
 
 
Die Angst vor Unannehmlichkeiten bestimmt unsere Entscheidungen.
 
Wenn du dich vor allem, was unbequem ist, scheust, bist du auf deine kleine Komfortzone begrenzt.
 
Du lebst in deiner selbst definierten Welt.
Und verpasst viel von dem, was außerhalb stattfindet.
 
So machst du automatisch immer wieder die gleichen Erfahrungen – entdeckst nur selten etwas Neues.
 
 
Warum begrenzt du dich freiwillig?
Du bist nur vorsichtig?
Oder einfach nur bequem?
 
Findest du nicht, dass du einen sehr hohen Preis zahlst?
 
Ich habe jahrelang in meiner Komfortzone gelebt – ich weiß wovon ich spreche.
 
 
Wenn du beginnst, kleine Risiken einzugehen, erweiterst du deinen Radius Schritt für Schritt.
Jedes Mal, wenn du etwas Neues wagst – dich aus dem herausbewegst, was sich für dich bequem und angenehm anfühlt – wirst du stärker.
 
Dein ganzes Leben weitet sich und du kannst mehr von dem erfahren, was „da draußen“ auf dich wartet.
 
 
Konzentriere dich auf neue Erfahrungen, die dich wachsen lassen und die dich stärken.
 
So wirst du selbstbewusster und kannst leichter die nächsten Schritte tun.
Und im Laufe der Zeit wird es immer einfacher für dich, deine Komfortzone zu erweitern.
 
Du wirst lernen, mit deinen Ängsten umzugehen – ja du erfährst, dass es auch in Ordnung ist, wenn es mal nicht so gut läuft.
 
 
Und plötzliche machst du Dinge, die du dir vorher nicht zugetraut hättest.
 
 
Mach es in deinem Tempo – ABER TU ES !
Jeden Tag ein bisschen.
 
Kleine Schritte.
 
 
So erschaffst du dir Möglichkeiten, dein Leben auf eine neue und andere Art zu erleben.
 
 
 

Wie du deine Komfortzone erweiterst

 
Alleine wenn du beschließt, dass ein wenig „Unannehmlichkeit“ für dich „annehmbar“ ist, hast du den ersten Schritt bereits gemacht.
Du beobachtest eine Weile deine Reaktion auf die neue Situation – und lässt das Leben einfach seinen Lauf nehmen.
 
Nichts ist wirklich passiert. Du bist ok.
 
Starte damit, jeden Tag etwas zu tun, das ungewohnt für dich ist.
Rufe jemanden an, der dich eigentlich einschüchtert, den du aber schon lange mal kennenlernen möchtest.
Bitte jemanden um etwas, den du sonst nie bitten würdest.
Sag dem Kellner Bescheid, wenn dir das Essen nicht schmeckt.
 
Riskiere jeden Tag ein klein wenig.
Tu Dinge, die dir helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken.
 
 
Du vertiefst damit deine Fähigkeit, mit Ängsten umzugehen.
 
Trau dich, eine Sache zu machen, die du vorher noch nie gemacht hast – und fühle dich großartig danach.
 
Trage ein ausgefallenes Kleidungsstück, sprich einen Fremden an, sag einfach mal nein.
 
Wenn du dich unbehaglich fühlst, ist das nur ein Zeichen dafür, dass es da etwas gibt, mit dem du noch nicht umgehen kannst.
 
 
Genau da kannst du lernen, wachsen.
 
Genieße diese Erfahrung!
Auch wenn es schiefläuft – du hast es versucht.
 
Und stellst fest, dass du mit dem Ergebnis umgehen kannst.

 
 
Du wirst schnell lernen und feststellen, wo du in deinem Alltag zögerst – wo dich deine Angst, dass es unangenehm werden könnte, zurückhält.
 
Nimm diese Hürde Step by Step und erweitere deine Erfahrungen.
 
Du bist stärker als du glaubst.
In dir ist eine unglaubliche Kraft und Energie, die dein Leben so sehr bereichern kann – wenn du sie nur lässt und ihr vertraust.
 
 
Es muss ja nicht gleich Bali sein.
 
Als ich hier ankam, kannte ich niemanden.
Ich gehe jeden Tag alleine essen, spreche fremde Menschen an, knüpfe erste Kontakte.
Werde belohnt durch nette Gespräche, Yoga mitten im Dschungel und wunderbares Essen.
 
Dabei bin ich nicht wirklich ein Risiko eingegangen.
Ich bin gut untergebracht, habe vorher geregelt, dass ich einen Platz zum Arbeiten habe. Ein stabiles Internet.
 
Trotzdem muss ich mich täglich – ein klein wenig – überwinden und meine Komfortzone immer wieder etwas ausdehnen.
 
 
Und es fühlt sich großartig an.
 
 
Wie sieht es mit deiner Komfortzone aus? Möchtest du sie verlassen?
Schreibe einen Kommentar oder teile den Artikel mit deinen Freunden.
 
 

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4 Comments

  • Reply
    Karin
    26. Februar 2015 at 9:38

    Wunderbar! Bist du gelandet, außerhalb deiner Komfortzone, im Paradies 🙂
    Dein Beitrag ist wunderbar. Genau darum geht es! Die alten Muster und Beschränkungen loslassen, und sich für neues unbekanntes Terrain öffnen, im Vertrauen!

    Ein wunderschöne Zeit dir & ich freue mich auf neue Berichte…

    alles liebe

    Karin

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      26. Februar 2015 at 10:51

      Hallo Karin,
      ich freue mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt.
      Ich bin gerade wie elektrisiert von den Möglichkeiten, die wir haben, wenn wir sie nur zulassen.
      Liebe Grüße,
      Sabine

  • Reply
    Freddy
    23. Mai 2015 at 20:05

    Hallo Sabine,

    Wirklich schöner Artikel – Bali steht auch ganz oben auf meiner Wunschliste!

    Da ich auch deine anderen Artikel gelesen habe: Wer passt denn in der Zwischenzeit auf den Hund auf? Daran hängt es bei mir nämlich vor allem 😉

    Beste Grüße,
    Freddy

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      25. Mai 2015 at 13:07

      Hallo Freddy,
      wir haben – glücklicherweise – schon im Welpenalter ein Netzwerk aus Hundefreunden etabliert, bei denen sich Anouk wie zu Hause fühlt …
      Lieben Gruß,
      Sabine

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