Selbstentwicklung

große Probleme – kleine Probleme

 
Du kennst das sicher.
Nichtsahnend startest du in den Tag.
Du hast toll geschlafen, bist guter Dinge und dann passiert es.
 
Du begegnest deinem ersten Problem.
 
Wenn du Glück hast, ist es ein kleines.
 
Du hast dir den Kaffee über deine Klamotten geschüttet und musst dich nochmal umziehen.
Manchmal wirst du aber auch gleich richtig herausgefordert – der Wagen spring nicht an oder du wirst direkt morgens zu deinem Chef zitiert.
 
Gerade heute.
 
 

1. Wir sehnen uns nach einem Leben ohne Probleme.

 
Ein Leben dass leicht und locker läuft, mit Herausforderungen, die wir gut und lässig bewältigen können.
 
Und vielleicht müssen wir uns ja nur ein wenig mehr anstrengen – uns ein bisschen besser organisieren?
 
Oder unsere Lebensumstände ändern sich endlich in die Richtung, die wir uns wünschen?
 
Wenn wir erst diesen Job bekommen oder den richtigen Lebenspartner gefunden haben – dann wir doch alles perfekt und leicht sein, oder?
 
Ja, das funktioniert – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt.
 
 
Denn:

2. Es gibt kein Leben ohne Probleme.

 
Ich habe unterschwellig immer das Gefühl, dass alles glatter laufen würde, wenn ich nur meinen Einsatz erhöhen und fleißig alle Hindernisse auf dem Weg zum unbeschwerten Dasein beiseite räumen würde.
 
Aber sind wir mal ehrlich – eigentlich ist uns doch schon lange klar, dass es kein Leben ohne Probleme gibt, oder?
 
Es liegt nun mal in der Natur unseres Daseins, ständig mit Herausforderungen konfrontiert zu werden.
 
Fällt es dir schwer, das zu akzeptieren?
 
Kaum haben wir ein Problem aus dem Weg geräumt, schaut schon das nächste um die Ecke.
 
Und so fühlen wir uns wie in einem ständigen Hamsterrad – hin und her eilend zwischen diesen Anforderungen hier und jenen Verpflichtungen dort.
 
 

3. Wir wachsen an unseren Problemen.

 
Das ist eine altbekannte Weisheit.
Herausforderungen sind dazu da, uns an unsere Grenzen zu bringen und diese zu weiten.
 
Wir hören, dass wir dankbar sein sollen – für alle Schwierigkeiten, die uns wachsen lassen.
 
Dankbar?!?
 
Gut zu wissen – aber wenig tröstlich.
 
 

4. Wie problematisch eine Herausforderung für dich ist, hängt von deiner eigenen Größe ab.

 
Du kennst doch sicher Leute, die scheinbar spielend mit Schwierigkeiten umgehen.
 
Wie machen die das bloß?
 
Themen, die für uns eine große Herausforderung darstellen, sind für sie kein wirkliches Problem.
 
Sie sind größer als diese Schwierigkeit und bewältigen sie deshalb spielerisch leicht.
 
Sie haben einen höheren Lebenszustand.
 
Angeboren oder angeeignet.
 
Oder sie haben ein ähnliches Problem bereits durchlebt und wissen deshalb, wie sie damit umgehen können.
 
 
Denn: Ist das Problem zu groß, bist du zu klein.
 
Und dabei spreche ich natürlich nicht von schweren Schicksalsschlägen oder persönlichen Katastrophen. Ich meine den alltäglichen Kram, der uns das Leben scheinbar schwer macht.
 
 

5. Es gibt noch einen anderen Weg.

 
Du kannst an Problemen wachsen – in der Art wie die meisten von uns sich weiterentwickeln – oder du kümmerst dich intensiv um deine Selbstentwicklung.
 
Dabei wirst du weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert sein.
 
Aber Schwierigkeiten, die dich früher aus der Fassung gebracht haben, löst du heute mit mehr Leichtigkeit.
 
Das Problem bleibt das gleiche – aber du bist darüber hinausgewachsen!
 
Dein persönliches Wachstum hat direkten Einfluss darauf, wie du deine Realität wahrnimmst.
 
Je mehr wir uns weiterentwickeln, desto kleiner und bewältigbarer erfahren wir die alltäglichen Herausforderungen.
 
 

6. Sei größer als deine Probleme.

 
Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass ich sehr wohl an Herausforderungen wachse.
Aber das ist nicht die ganze Wahrheit.
 
Wenn du dich intensiv um deine Selbstentwicklung kümmerst, kannst du leichter mit deinen Problemen umgehen.
 
Wenn ich heute auf Schwierigkeiten stoße, frage ich mich oft, ob ich tatsächlich gerade kleiner als die gestellte Herausforderung bin.
Und oft genug muss ich genau diese Tatsache anerkennen.
Ich bin überfordert.
 
Aber manchmal erscheint auch ein Lächeln auf meinem Gesicht und ich merke, dass ich fast unbemerkt über diese Schwierigkeit hinausgewachsen bin.
 
 
 
#Lesetip: Schluß mit der Aufschieberitis
 
 
Wie gehst du mit Problemen um? Kennst du das Gefühl, über eine Schwierigkeit hinausgewachsen zu sein?
Schreibe in den Kommentaren über deine Erfahrungen.

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2 Comments

  • Reply
    Sascha Planert
    6. Mai 2015 at 6:43

    Hallo, ein nützlicher Artikel!

    Es stimmt, dass die Größe eines Problems immer von der eigenen Perspektive abhängt. Herausforderungen sind ganz wesentlich für die eigene Entwicklung. Es ist einfach ein gutes Gefühl wenn man erfolgreich etwas überwunden hat.

    Für mich sind Herausforderungen sogar noch mehr. Teil der Lebensaufgabe ist es immer positive Entscheidungen zu treffen, die uns sowie andere Menschen voranbringen. Wir sind alle eins und sollten nicht zu sehr egoistisch handeln.

    Wenn wir in diesem Zusammenhang auf ein Problem stoßen, ist immer die Entscheidungsqualität ausschlaggebend. Das fängt schon mit kleinen Dingen an. Du schüttest dir Kaffee auf die Hose? Wie reagierst du? Du kannst fluchen und deinen Partner anfahren oder darüber lachen und dich freuen, dass du doch dein Lieblingsshirt anziehen kannst.

    Du hast immer die Wahl und kannst dich entscheiden!

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      6. Mai 2015 at 8:15

      Hallo Sascha,

      danke für deine Ergänzung!
      Die Art und Weise, wie wir mit Herausforderungen umgehen hat natürlich direkten Einfluß auf unsere Umgebung.
      Je gelassener und souveräner wir die Situation meistern, desto entspannter nehmen uns auch Freunde und Familie wahr.

      Gruß, Sabine

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