Einfachheit

Selbstversuch: mein Leben in Blau

Gestern bin ich durch die Stadt gebummelt.
Es kommt nicht so oft vor, dass ich mir Zeit nehme, um in aller Ruhe die Auslagen in den Schaufenstern zu studieren, denn shoppen zählt nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.
Ich finde es anstrengend.
 
Aber heute war ich in der Stimmung, die Sonne hat geschienen und unter der Woche sind die Läden leer.
 
Aber vor allem macht mir Einkaufen seit einer Weile wieder richtig Spaß:

Ich habe einen Selbstversuch gestartet: ich trage nur noch Blau.

 
Hellblau. Dunkelblau. Quietschblau. Und das seit einem Jahr.

 
Ich weiss nicht, wie ich auf die Idee kam. Vielleicht wurde ich von Meike Winnemuth inspiriert, die ein Jahr lang das gleiche Kleid getragen und über ihre Erfahrungen geschrieben hat (www.daskleineblaue.de).
Oder habe ich erst später über ihr Experiment gelesen und mich bestätigt gefühlt?
Ich weiß es nicht mehr.
 

Aber eine ist sicher: die Reduktion auf eine Farbe hat mein Leben extrem vereinfacht.

 
Ich fühle mich richtig wohl mit meinem Kleiderschrank. Seit ich nur noch eine Farbe trage, komme ich mit weniger Klamotten aus. Das heißt weniger Gepäck auf Reisen, mehr Platz im Kleiderschrank und mehr Geld in der Tasche.
Blau lässt sich wunderbar mit der geliebten Jeans oder mit anderen blauen Sachen kombinieren. Monochrom aber nicht langweilig.
Mein Kleiderschrank beinhaltet fast alle Blautöne, die man sich so vorstellen kann.
 
Und Blau kann strahlen. Was will man mehr?
 
Wen ich einkaufen gehe, mache ich es mir leicht – ich streife durch die Läden, konzentriere mich auf meine Farbe und kann alle andere links liegen lassen.
Keine Frage mehr, ob die Dinge zusammenpassen.
Ich konzentriere mich auf das, was mir gefällt und was mir passt.
 
Und klar: ich habe auch Kleidungsstücke in einer anderen Farbe – entweder sind sie von der Zeit vor meinem Experiment oder sie haben mir so gut gefallen, dass ich sie mir trotzdem gekauft habe.

Ich will hier ja kein neues Dogma aufstellen – sondern mein Leben vereinfachen!

 
 
Und? Könntest du dir vorstellen, nur eine Farbe zu tragen?

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7 Comments

  • Reply
    Beate Weiß
    9. März 2017 at 10:50

    Nun, mir geht es so, dass ich gerne verschiedene Farben zur Auswahl habe, mein inneres Empfinden schreit manchmal förmlich nach Buntem, … einem grauen Regentag z.B. setzte ich gerne etwas ‚Trotzendes‘ entgegen! Genauso kann es aber sein, dass ein neutrales, graues Einerlei mal gerade meiner Gemütsverfassung genügt oder wohltuender ist, wenn das Leben und die Gedanken Erdung suchen.
    In Kaufrausch verfalle ich deshalb noch lange nicht, …wenn die Maxime heißt: Keine chem. Faserstoffe, wird die Auswahl ’naturgegebenermaßen‘ minimalistisch klein…!

  • Reply
    Nadine Menger
    9. März 2017 at 19:57

    Blau gehört definitiv zu meinen Lieblingsfarben, aber ich hätte mich schnell satt gesehen. Erinnert mich an Einstein, der mehrere Exemplare des gleichen Anzugs im Schrank hängen hatte, damit er sich morgens keine Gedanken darüber machen musste, was er anzieht. Probates Mittel also, find ich gut! Da bin ich vielleicht in Sachen Hosen recht fixiert, da kommt fast nur Jeans in Frage. ☺️

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      9. März 2017 at 20:14

      Hey Nadine – ja, ich finde es auch erstaunlich, dass es mich nicht langweilt. Ich denke, es liegt daran, dass es so viele verschiedene Blautöne gibt 🙂 Schöne Grüße dir! Sabine

  • Reply
    Jessica
    31. Mai 2017 at 15:53

    Auch wenn es offiziell keine Farbe ist… Schwarz ☺️ 👍🏼mein Kleiderschrank ist diesbezüglich zwar nicht einheitlich schwarz, aber mehr als die Hälfte meiner Kleidung und nahezu jedes Paar Schuhe, würde ich sagen 😁
    Mich würden ja jetzt schon auch Bilder deiner Garderobe interessieren ☺️👍🏼
    Liebe Grüße
    Jessica

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      31. Mai 2017 at 16:29

      Ja, bei schwarz war ich auch mal. Aber ich arbeite im Design Bereich und da laufen sehr viele in schwarz rum. Irgendwann konnte ich die „Farbe“ nicht mehr sehen. Aber ich kann dich gut verstehen… 🙂 Liebe Grüße, Sabine

  • Reply
    Sandra Thierolf
    12. September 2017 at 12:33

    Endlich!!!
    Und ich dachte schon ich wäre die einzig „Verrückte“ 😉 !
    Ich trage seit 4 Jahren überwiegend grau, was mir in meinem Freundes und Bekanntenkreis schon spöttisch den Spitznahmen „50 Shades of Gray“ (Steingrau, Aschgrau, Hellgrau, Dunkelgrau, Anthrazitgrau…) eingebracht hat 🙂
    Ich finde es aber auch sehr praktisch beim Einkaufen und ungeheuer zeitsparend!
    Außerdem lassen sich so ganz viele Sachen toll untereinander kombinieren.
    Und im Sommer kommt dann auch mal ein buntes Accessoire dazu 😉
    Einen lieben Gruß aus dem (heute) grauem Frankfurt,
    Sandra

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      12. September 2017 at 14:40

      JAWOHL !

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