Selbstentwicklung

Tiere – und was von ihnen lernen können

Vor etwa sechs Jahren kam Anouk zu uns.
 
Mit einem Welpen im Haus war alles chaotisch und wir mussten uns erst aneinander gewöhnen.
 
 
Nach einer Weile habe ich begriffen, wie wunderbar es ist, mit einem Tier unter einem Dach zu leben.

Wir können eine ganze Menge von Tieren lernen.

 
Nicht nur weil Anouk in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für mich darstellt.
So hinterfragt sie täglich meine Konsequenz und Führungsstärke.
 
Aber sie ist vor allem Inspiration und Vorbild.
 
 

Hier möchte ich schildern warum:

 
– Anouk kommuniziert ihre Bedürfnisse klar und zielorientiert.
 
– angestaute Anspannung (Begegnung mit anderen Hunden oder längeres Warten) wirft sie sofort ab. Rennt durch den Wald oder schüttelt sich einfach.
Anspannung ist kein natürlicher Zustand für sie. Sie strebt nach Ausgeglichenheit.
 
– Es ist ihr nicht wichtig, was andere von ihr denken. Sie zeigt ein unangefochtenes Selbstwertgefühl.
Gleichzeitig verfügt sie über eine hohe soziale Kompetenz.
 
– Wenn sie lauscht oder einen Geruch aufnimmt, ist sie völlig konzentriert und lässt ich durch nichts ablenken. Man könnte sagen, sie ist gegenwärtig.
 
– So lebt sie ausschließlich im Hier und Jetzt, macht sich keine Gedanken über morgen oder die Ereignisse von gestern.
 
– Ihr Sein, ihre Essenz sind nicht vom Verstand überdeckt.
 
– Sie hat keine Meinung zu sich selbst, verurteilt sich nicht. Ist mit sich selbst im Reinen.
 
– Wenn sie entspannt, tut sie nichts anderes. Sie entspannt. Fertig.
 
– Anouk begeistert Menschen, einfach weil sie so ist wie sie ist.
Sie verstellt sich nicht, um ihnen zu gefallen.
Klar, wenn sie etwas will, weiß sie schon, wie sie schauen muss.
Aber das ist Konditionierung, nicht ihr Wesen.
 
– Sie vergisst und vergibt – ist nicht nachtragend. Sie liebt ohne Bedingungen.
 
– Sie vertraut ihren Instinkten und ist immer neugierig.
 
Anouk feiert das Leben. Ständig.
 
 
 
All dies Punkte beeindrucken mich immer wieder.
 
Das heißt aber nicht, dass ich dafür plädiere, hinter das Denken zurückzufallen.
Sich – wie ein Tier – keine Gedanken zu machen.
 
Es geht darum, darüber hinaus zu wachsen.
 
 
Und natürlich gibt es durchaus auch Verhaltensweisen, die mir kein Vorbild sind.
 

Aber dennoch bin ich immer wieder inspiriert – von ihrer Art, das Leben zu nehmen.

 
 
Ganz abgesehen davon, dass sie mich immer wieder zu einem Spaziergang „überredet“…
 
 
Und wenn du kein Haustier hast?
 
 
Schau dir die Katze vom Nachbarn an.
Meinst du, sie hat sich je selbst in Frage gestellt?
 
 
 
Was für Erfahrungen hast du mit Tieren gemacht? Womit beeindrucken sie dich?
Schreibe mir und den anderen Lesern darüber in den Kommentaren!

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6 Comments

  • Reply
    Björn
    2. Februar 2015 at 15:03

    Ich finde es auch super wie Hunde mit einem umgehen. Sie sind so ungefiltert und laufen nicht wie viele Menschen heutzutage mit einer „Maske“ herum. Man bekommt von Hunden ein direktes und unverstelltes Feedback.

    Gruß Björn

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      2. Februar 2015 at 15:10

      Hallo Björn,

      du hast es auf den Punkt gebracht…
      Hast du auch einen Hund?
      Leader of the pack – ist doch ein Begriff aus der Hundewelt, oder?

      Herzliche Grüße,
      Sabine

      • Reply
        Björn
        2. Februar 2015 at 16:25

        Habe leider keinen eigenen Hund. Ich spiele aber sehr gern mit Hunden aus dem Freundeskreis.

        Leader of the pack kann man als „Rudelführer“ übersetzen. Ich habe den Namen gewählt, weil der „Rudelführer“ einen starken Charakter hat und am erfahrensten ist. Ich will auf meinem Blog zeigen, wie man sich durch Persönlichkeitsentwicklung seinen Charakter stärken kann und Selbstbewusstsein dazu gewinnt.

        • LessWorkMoreZen
          Reply
          LessWorkMoreZen
          2. Februar 2015 at 16:32

          Hallo Björn,

          ich finde den Namen gut gewählt.

          Mein Hund prüft meine Rudelführerqualtitäten täglich.
          Ohne Selbstbewusstsein und eine klare, ruhige Grundhaltung habe ich keine Chance, zu ihr durchzudringen.
          Danke für deinen Kommentar!
          Sabine

  • Reply
    Freddy
    23. Mai 2015 at 19:35

    Hallo Sabine!
    Ich habe deinen Blog durch den Liebster-Award gefunden – zum Glück! Eine Menge gute Anstöße habe ich schon gefunden.
    Von Hunden kann man wirklich eine Menge lernen – da musste ich an einen Artikel denken, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe. ( http://worthelden.com/wie-ein-hund-dich-zum-erfolgreichen-texter-macht/)
    Einen schönen Namen hat dein Hund – unser Nanuk macht uns auch eine Menge Freude 🙂
    Beste Grüße!

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      25. Mai 2015 at 13:08

      Hey Freddy,
      ich freue mich, dass du meinen Blog gefunden hast!
      Danke dir für die Ergänzung.
      Gruß, Sabine

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