Achtsamkeit Meditation Methoden

Wie meditiert man in der Natur? Tipps und Tricks

wie meditiert man

Ich bin am liebsten im Wald. Und da ich diese Vorliebe mit meinem Hund Anouk teile, findet man mich hier sehr oft.
Und jetzt im Sommer ist es wunderschön, sich draußen herumzutreiben.
 
Ich liebe es einfach, mit Anouk durch die Gegend zu streifen, langsam oder schnell.
Oft trödel ich total. Hauptsache draußen.
 
Wenn ich ein paar Tage Urlaub habe, mieten wir uns einen VW Bus und gondeln damit durch die Gegend. Ich bin – schlicht und ergreifen – gerne in der Natur.
Gleichzeitig mag ich es, in der Stadt zu leben. Wahrscheinlich ist es gerade das Spannungsfeld zwischen meinem Stadtleben und meinen Touren, die mich besonders reizen.
 

Diese Ausflüge sind meine kleinen Auszeiten.

 
Und am liebsten mag ich es, mich irgendwo still hinzusetzten und einfach nur zu schauen. Ich suche mir einen ruhigen Platz abseits des Weges und setzte mich auf einen Baumstumpf. Gerne wähle ich auch einen Platz am Fuß eines schönen kräftigen Baumes und lehne mich dagegen.
 

Dann schau ich in aller Ruhe zu, wie Anouk ihre Nase in jeders Erdloch steckt oder den nächstbesten Stock anknabbert.
 

Diese Ruhe, dieser Frieden. Hier ist alles an seinem Platz und es gibt keinen Grund irgendetwas zu verändern.

 
Eine wunderbare Gelegenheit, tiefer zu gehen und zu meditieren.
Es tut mir gut, einfach da zu sein und zu schauen, was um mich herum gerade so passiert.
Mit geschlossenen Augen lausche ich den Geräuschen um mich herum und bin dankbar: es gibt keine schönere Art, im Hier und Jetzt zu sein.
 

„Schau Dir die Natur genau an und Du wirst alles besser verstehen.“ (Albert Einstein)

 
Jetzt ist eine Meditation mitten in der Natur natürlich eine ganz andere Nummer als wenn du zuhause auf deinem Kissen hockst. Du wirst leichter abgelenkt. Da krabbelt eine Ameise über deinem Arm oder es knackt im Wald und du fragst dich, wer da gerade auf dem Weg ist, dir einen Besuch abzustatten.
 
Es lohnt sich trotzdem, es auszuprobieren.

Aber wie meditiert man in der Natur?

Um es dir leichter zu machen, findest du hier die wichtigsten Tipps:
 

Das Warum:

Die Meditation in der Natur hat eine lange Tradition bei Naturvölkern und in allen spirituellen Traditionen. Sie gibt Gelegenheit, alles Belastendes loszuwerden, denn die Natur ist neutral. Sie ist die direkte Verbindung zu dem was uns umgibt und kann dir ein ganz neues Bild von dir und der Welt um dich herum vermitteln.
 
Hier gelingt es dir, dich zu verlangsamen und in die Stille einzutauchen, die um dich herum herrscht. Die Natur nährt unsere Seele und hilft dir, dich zu erden und als Teil des Ganzen wahrzunehmen.
 

Das Wo:

Gerade Menschen, die in einer Großstadt leben, fällt es oft schwer, der Natur mit allem, was sie bereit hält auch mit geschlossenen Augen zu vertrauen. Das fällt natürlich leichter, wenn du dir eine angenehme Stelle suchst.
Dieser Ort muss nicht spektakulär sein, es geht nicht um den tollen Ausblick oder den perfekten Platz. Suche dir eine Stelle abseits aller Wege, im Schutz eines Baumes. Oder direkt an einem See oder Fluss. Das wichtigste Kriterium bei der Suche ist, dass du nicht gestört wirst und du dich sicher fühlst.
 
Vertraue deiner Intuition, sie wird dir schon den richtigen Ort zeigen.
 
wie meditiert man

Das Wie:

Die Ablenkungen draußen sind groß und es ist erstmal schwerer, wirklich zur Ruhe zu kommen.
 
Um mit dieser Herausforderung besser umgehen zu können, halte ich mich an eine Anleitung aus einem Video von Eckhart Tolle:
 

Darin gibt er folgende Tipps (dabei ist es nicht so wichtig, ob du die Augen schließt oder offen hältst):

 
1. Wenn du einen guten Ort gefunden hast, setzt du dich einfach bequem hin.
 
2. Versuche nun, die Natur bewusst wahrzunehmen. Das heißt: höre erstmal auf die Stille, die um dich herum herrscht.
 
3. Sei achtsam, höre genau hin, achte jetzt auf die Geräusche und vor allem auf die Stille zwischen den Geräuschen.
Und wenn du ein Geräusch hörst – ein Flugzeug oder in Auto – erlaube ihm, einfach da zu sein.
 
4. Jetzt schau dich um und nimm wahr, was du siehst. Versuche dabei die Dinge nicht zu benennen. Es spielt gerade keine Rolle, ob der Pilz, auf den du gerade schaust essbar oder giftig ist. Es spielt keine Rolle, wie der Baum heißt, unter dem du sitzt und wo du ihn das letzte Mal gesehen hast. Unser Mind liebt es, die Dinge zu benennen. Aber das Wissen hilft dir nicht, das Wesen hinter den Dingen zu erkennen.
 
5. Versuche die Lebendigkeit der Natur um dich herum zu spüren. Schau auf die Bäume, sie sind vollkommen still, tief in der Erde verwurzelt, tief im Sein verankert. Ist das nicht wunderbar?
 
6. Alles ist perfekt, alles scheint an seinem Platz zu sein, nichts muss verändert werden. Genieße diese Erfahrung!
 

Das Geheimnis der Meditation in der Natur besteht darin, einfach völlig da zu sein.

 
Denn wenn du es zulässt, kann dir die Natur helfen, mehr als dein kleines Selbst zu sehen und einen Blick auf das Allumfassende zu wagen.
 
7. Lass die Natur deine Seele nähren und spüre, wie deine Persönlichkeit mit seiner Geschichte, den ständigen Gedanken und Problemen in dem Gesamten aufgeht. Du bist nicht getrennt von alledem da draußen. Nein, du bist ein Teil davon. Wenn du still bist, kannst du die Essenz der Natur wahrnehmen und erkennst in ihr deine wahre Essenz.
 
8. Lass deine Gedanken einfach vorbeiziehen, folge ihnen nicht, sondern ersetze sie durch Achtsamkeit. Denn immer wieder versucht dir dein Geist eine Geschichte zu erzählen. Lass dich nicht darauf ein.
 
Wenn du Schwierigkeiten hast, dich nicht ablenken zu lassen gibt es einen weiteren Trick: konzentriere dich auf ein Detail, einen Stein, eine Pflanze und studiere sie genau. Mach dir jedes Detail zu eigen. Vertiefe dich so sehr, dass du für einen Moment alles um dich herum vergisst.
 

Denn die Natur ist lebendig, es gibt eine zugrunde liegende Intelligenz, die diese Harmonie wahrt und die zu erleben einfach wunderbar ist!

 
Sei nicht frustriert, wenn all das nicht beim ersten Mal klappt. Es ist wie es ist. Wir sind es einfach nicht gewohnt, uns so vorbehaltlos auf die Dinge da draußen einzulassen. Aber jedes Mal, wenn du dich darauf einlässt, in der Natur zu meditieren, passiert etwas Wunderbares mit dir. Mal mehr und mal weniger intensiv spürbar. Verankere all das tief in dir.

Es wird dir helfen, kommende Herausforderungen zu meistern.

 
Hier findest du das Video von Eckhart Tolle.
 
Hast du Erfahrungen mit der Meditation in der Natur? Hast du noch einen Tipp für uns? Was hilft dir dabei, dich auch draußen zu konzentrieren? Schreib uns in den Kommentaren!

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1 Comment

  • Reply
    Rhin71
    28. Juli 2016 at 10:48

    Das Thema klingt schon interessant und ansprechend. Die Natur ist meiner Meinung nach ja auch Ursprung vieler Energien und hilft daher sicherlich beim Meditieren. Ich bin aber auch ein Fan von der Tantramassage für Paare oder dem Meditieren in Gruppen und daher ist bei mir bisher das Meditieren im Freien noch nicht so oft vorgekommen. Besonders die Tantramassage für Paare ist oft ein Weg, mit sich selbst und seiner Umwelt ins Reine zu kommen, weshalb ich das so mag. Aber vielleicht werde ich jetzt auch mal draussen meditieren und die Ruhe geniessen. 😉

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