Meditation für Zweifler

Meditation – 10 Gründe warum auch du es tun könntest

Ich sitze im Auto.
 
Etwa 500 m vor mir ist ein Unfall geschehen und die Autobahn ist gesperrt.
 
So ein Mist!
Es ist abzusehen, dass diese Sperrung noch länger andauern wird.
 
Ich kann unterschiedlich darauf reagieren.
Die Situation könnte tatsächlich unangenehm werden – nein sie ist bereits unangenehm.
Draußen sind die Temperaturen auf den Nullpunkt gesunken.
Es ist spät, ich hatte einen anstrengenden Tag.
 
Und es liegt an mir, ob ich mich frage, warum – gerade ich – gerade heute – in einem Stau stecken muss.
Denn ich bin müde und möchte nach Hause.
Oder ob ich mich entscheide, gelassen mit der Situation umzugehen, da ich sie nun mal nicht ändern kann.
 
 

“ Entweder du beherrschst deinen Geist oder dein Geist beherrscht dich.“

Robin S. Sharma
 
 
Ich entscheide mich bewusst dafür, dankbar zu sein, dass ich nicht in diesen Unfall verwickelt bin.
 
Das kann ich – weil ich geübt habe, meine Gedanken wahrzunehmen.
Und negative Gedanken schon im Keim zu erkennen und sie nicht weiter zu verfolgen.
 
 
Ich nutze also die Gelegenheit, diesen Artikel zu schreiben.
 

Und so entsteht der zweite Beitrag einer kleinen Serie, die ich zum Thema Meditation schreiben werde, mitten in der Nacht in meinem Auto.

 
 
Ich habe ja bereits darüber berichtet, warum ich mich morgens als erstes hinsetzte und meditiere.
 
Meine persönliche Motivation, mein Antrieb.
 
 
Aber es gibt natürlich viele Gründe, dem Geist eine Pause zu gönnen.
 
 
Die Effekte der Meditation sind inzwischen zum großen Teil wissenschaftlich erwiesen.
 
Den Zauber, den sie bewirkt, kannst du aber nur erfahren, wenn du dich regelmäßig hinsetzt und es einfach tust.
 
 
Du siehst schon, ich möchte hier eine Lanze für die Meditation brechen.
 
 

Lass uns also kurz zusammenfassen, warum es eine gute Sache ist, sich täglich ein paar Minuten Stille zu gönnen.

 
1. Wen du meditierst, trainierst du deinen Geist wie einen Muskel.
Du kannst dich besser konzentrieren, wirst klarer.
 
2. Meditation nährt deine mentale Stärke. Dazu gehört Fokus, Erinnerungsvermögen und eine verbesserte Zielsetzung.
 
3. Du übst, deine Gedanken zu beobachten.
So verhinderst du, dass sie Macht über dich haben.
Es sind die unbewussten Gedankenmuster, die deine Weiterentwicklung blockieren.
 
4. Wenn du immer wieder deine Gedanken beobachtest, übst du Achtsamkeit.
Das führt dazu, dass du die Gedanken auch im Alltag besser vorbeiziehen lassen kannst.
Und nicht jeden Gedanken weiter verfolgst.
 
Vor allem in schwierigen Situationen wird dir das helfen.
Du schaltest ihn einfach ein, den Teflon Mind.
 
5. Meditation hilft dir außerdem, zu entspannen und besser mit Stress umzugehen, was direkte Auswirkungen auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden hat.
 
6. Du schläfst besser.
 
7. Du entwickelst seltener schlechte Stimmung, Anspannung und Wut – dafür aber Gelassenheit und Gleichmut.
 
8. Du übst, zu dir zu kommen und nach innen zu lauschen.
Nach einer Weile verstehst du dich selbst besser, nimmst dich anders wahr und achtest mehr auf dich. Achtsamkeit!
 
9. Genau so intensiv beobachtest du deine Emotionen und lernst sie dadurch besser kennen.
 
10. Du nimmst wahr ohne zu bewerten. Dadurch entwickelst du ein stärkeres Einfühlungsvermögen, Empathie.
So kannst du dein Verhältnis zu dir selbst und zu deiner Umwelt klären.
 
 
 
 
Ich schreibe diesen Artikel ein paar Tage später fertig.
 
Der Stau hat sich plötzlich aufgelöst und ich konnte weiterfahren.
Ein Blick auf die Uhr – ich bin 1,5 Stunden gestanden.
Die Zeit ist wie im Nu verflogen und statt schlechter Laune freue ich mich über den neuen Artikel!
 
 
 
Als visuelle Bereicherung des Themas hier noch ein Link: „Before and After“.
Peter Seidler hat mehrere Teilnehmer eines Meditationsretreats vor und nach 30 Tagen Meditationspraxis photographiert.
 
Die Ergebnisse sollten auch den letzten Skeptiker überzeugen!
 
PS: Und der nächste Beitrag beschäftigt sich dann mit dem „wie“…
 
 
Ich freue mich über Deinen Kommentar. Teile den Artikel mit deinen Freunden!

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5 Comments

  • Reply
    Spangl
    19. Februar 2015 at 15:39

    Hallo Sabine,
    schöner Artikel, ja . Für mich ist Meditation, Gedankenkontrolle. Ich kann damit meine Gedanken beobachten und sie in gewisser Weise auch korigieren. Anfangs war das gar nicht leicht, doch mit meinem Training, also Meditation, erkenne ich meine schädlichen Dateien (Gedanken) und setze sie neu auf. Ist doch grossartig.
    lg, Rainer

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      22. Februar 2015 at 4:13

      Hallo Rainer,
      ja genau. So geht es mir auch. Klappt nicht immer abe ich arbeite daran.
      Viele Grüße,
      Sabine

      • LessWorkMoreZen
        Reply
        LessWorkMoreZen
        22. Februar 2015 at 4:17

        Hey,
        ich habe recht gut Erfahrungen mit positiven Affirmationen gemacht. Sie sind kein Allheilmittel – aber sie helfen, daran zu denken, dass ich entscheiden kann, wie ich eine Situation wahrnehme. Und im Zweifelsfall kann ich mich für die positive Auslegung der Realität entscheiden…
        Gruß,
        Sabine

  • Reply
    Selina
    21. Februar 2015 at 15:12

    Hallo Sabine,
    Ich konnte schon viele positive Erfahrungen mit Yoga sammeln, als Möglichkeit um Stress und Anspannung im Alltag abzubauen. Jedoch steht der bei der von mir praktizierten Yogaform vor allem auch der bewegende, sportliche Aspekt im Vordergrund. Nach deinem Blogartikel habe ich jetzt aber richtig Lust bekommen, Meditation auszuprobieren – als Möglichkeit, sich selbst besser kennen zu lernen und seine Gedanken zu steuern. Bin gespannt auf den nächsten Artikel, wo du das „WIE“ näher erklärst. 😉

    • LessWorkMoreZen
      Reply
      LessWorkMoreZen
      22. Februar 2015 at 4:20

      Hallo Selina,
      Yoga war für mich der perfekte Einstieg in die Meditation. Das Gefühl für den Körper hilft mir ungemein, den Geist zur Ruhe zu bringen.
      Danke für Deinen Kommentar!
      Gruß, Sabine

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